09.05.2018
Von: bo.

Zum Start der Klimaschutzoffensive des Handels

Kampagnen-Homepage www.hde-klimaschutzoffensive.de mit wertvollen Informationen

 

Am 17. April 2018 startete die Klimaschutzoffensive des Handels im Rahmen einer feierlichen Auftaktveranstaltung im Bundesumweltministerium in Anwesenheit von Staatssekretär Jochen Flsabarth, stellvertretendem HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Tromp und Ex-Bundesumweltminister Dr. Klaus Töpfer. Konkrete Zielsetzung der aktuellen Kampagne: 300.000 Tonnen CO2 einsparen und Einzelhändler dabei unterstützen, energieeffizienter zu wirtschaften. Ganz im Fokus der Offensive: kleine und mittlere Unternehmen (KMU) des Handels. Sie sollen von der Pionierarbeit der großen Filialisten profitieren, die einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet haben, dass der Handel bis jetzt schon 54 Prozent seiner CO2-Emissionen im Vergleich zu 1990 senken konnte.

Mit der Auftaktveranstaltung wurde gleichzeitig die Kampagnen-Homepage www.hde-klimaschutzoffensive.de offiziell freigeschaltet. Interessierte Unternehmen finden dort u.a. Best-Practice-Beispiele, Erfolgsmeldungen und Checklisten. Für ein kostenloses Newsletterabo kann man sich dort ebenfalls registrieren.

Dass der Handel bereits viel erreicht hat, illustrierten drei Vorträge namhafter Handelsunternehmen (Präsentationen s. unten unter „Weiterführende Informationen”). So ist ALDI SÜD bereits seit 2017 das erste klimaneutrale Unternehmen im deutschen Einzelhandel. Das Unternehmen mit seinen 1.890 Filialen hat dies insbesondere durch Investitionen in Effizienzmaßnahmen und moderne Technologie, durch Produktion und Nutzung von Grünstrom sowie Kompensation nicht vermeidbarer Emissionen im Rahmen von der Beteiligung an Aufforstungsprojekten erreicht. Pro Quadratmeter Verkaufsfläche setzt Aldi-Süd 18 % Energie aus Eigenstromerzeugungsanlagen (Photovoltaik) ein.

Die METRO AG setzt in ihrer Klimaschutzstrategie auf das Konzept des Zero Emission Stores. Als Leuchtturmprojekt gilt dabei der Zero Emission Store in St. Pölten, Österreich. Dieser Markt gilt als Blaupause für weitere Großmärkte. Das Handelsunternehmen will bis 2030 seine CO2-Emissionen um 50 Prozent gegenüber 2010 verringern. Hierzu wurde eine umfassende CO2-Minderungsstrategie aufgesetzt, die auf Energieeinsparungen, ein F-Gas-Exit-Programm und den Einsatz erneuerbarer Energiequellen setzt.

IKEA erläuterte sein Klimaschutzkonzept anhand des neuen Einrichtungshauses in Kaarst. Die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens setzt den Fokus auf nachhaltige und gleichzeitig erschwingliche Produkte. Die Ikea-Stores, die ressourcenschonende und innovative Technologien kombinieren, ergänzen das Architekturkonzept, dass als Treffpunkt Mitarbeiter, Bürger und lokale Stakeholder zusammenbringen will.

In einer Podiumsdiskussion haben Dr. Julia Verlinden (MdB und Sprecherin Energiepolitik von Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Martin Neumann (MdB und Sprecher Energiepolitik der FDP-Fraktion), Johann Saathoff (MdB und stellvertretender Sprecher des Ausschusses Wirtschaft und Energie der SPD-Fraktion) und Jan-Oliver Heidrich (Vorsitzender des HDE-Energieausschusses und Geschäftsführer der Rewe-Tochter EHA) über eine Neustrukturierung des Fördersystems für erneuerbare Energien diskutiert. Herr Heidrich gibt den anwesenden Politikern als Hinweis für ihre energiepolitischen Ansätze mit auf den Weg, dass die namhaften Unternehmen des Handels bundesweit vergleichbare Stromverbräuche aufweisen wie die Industrieunternehmen, die anders als der Handel von der EEG-Umlage befreit werden.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch Exkursionen zum REWE Green-Building in Berlin-Pankow und zum EDEKA Center in Berlin-Schöneweide.

Weiterführende Informationen:

vgl. Newsletter 1/2018, HDE-Klimaschutzoffensive, 8.5.2018


 
 
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